Disco-Lärm raubt Schlaf

  • Wer hat das genehmigt, dass bis etwa 5 Uhr morgens der Traditionsschiffshafen aus einem der Schiffe so beschallt wird, dass Schlaf auch bei geschlossenen Fenstern nicht möglich war? So geschehen letzte Nacht. Welche Handhabe gibt es, um Wiederholungen zu vermeiden? Ruhestörender Lärm ist auch in Hamburg ruhestörender Lärm!

  • Wenn man ohnehin schon wach ist, vielleicht einfach ankleiden und zum Ponton hinüber gehen, um dort zu bitten die Musik leiser zu stellen? Ein Vorgehen, das ich durchaus selbst mache, wenn im Sommer Nachts auf den Marco-Polo-Terrassen Halligalli ist. Meistens sind die Leute verwundert, dass hier jemand wohnt und entschuldigen sich.


    Ich denke, das wird eine Weihnachtsfeier gewesen sein (auf welchem Schiff, weiß ich nicht, aber die sind ja durchaus zu mieten).


    Der Traditionsschiffhafen hat Hafenmeister. In deren Büro kann man Informationen erhalten und vielleicht anbringen, dass es zu laut gewesen ist.
    Aber bitte macht die Hafenmeister nicht zur Minna, das sind Ehrenamtliche, die den Job aus Spaß an der Freude machen und zur Zeit mit der kaputten Brücke und anderen Dingen schon Probleme genug haben.
    Aber über einen leicht verstimmten Hinweis, dass es zu laut gewesen ist, sind auch sie sicher froh und werden die Beschwerde an die entsprechenden Schiffe weiterleiten.
    Die Hafenmeister sind um ein miteinander von Anwohnern und Schiffen bemüht und sehr nette Leute. Einfach mal vorbeigehen und mit ihnen reden oder auch gerne mal die im Hafen liegenden Schiffe beim Open Ship (zur Zeit fast jedes Wochenende) besichtigen, es lohnt sich.

  • Warum glauben Sie, dass das jemand genehmigt hat? Da es nicht erlaubt ist, auch nicht mit Ausnahmegenehmigung, kann es keine Genehmigung gegeben haben.
    Ich empfehle dann doch 110 zu wählen. Denn dafür ist die Polizei auch zuständig. Um die Uhrzeit muss niemand mehr sich wirklich die Mühe machen, die Störer persönlich anzusprechen.
    Es dürfte sich auch herumgesprochen haben, dass in der Hafencity gewohnt wird. Derartige Äußerungen würde ich im Jahr 7 seit Erstbezug der Hafencity doch eher zu den Ausreden zählen.


    Von welchem Schiff soll es denn gekommen sein?
    Ich habe ehrlichergesagt überhaupt nichts gehört. Kann aber ggf. auch mit der Richtung des Schalls zusammenhängen.

  • Es kam vom liegenden Holländer (Zweimaster). Wir haben am Tag einen jungen Mann vorgefunden, der schon davon wusste, weil schon andere Anwohner sich beschwert hatten. Das Schiff war für die Party vermietet worden und an Bord schien man tatsächlich der Meinung zu sein, dass es in den Gebäuden drum herum nur Büros (wer schläft dort schon nachts?) und Geschäfte untergebracht seien.
    Jedenfalls wurde uns versprochen, dass man künftig darauf achten werde.

  • Ich fürchte wir werden uns noch öfter solche dämlichen und unkreativen Ausreden anhören müssen. Die Hochbahn beschäftigt dafür ja eine eigene Abteilung ... .


    Vor fünf Jahren wäre das vielleicht noch plausibel gewesen, heute aber steht dann abends doch die ein oder andere Kerze in den Fenstern ... unübersehbar !


    Übrigens, Anrufe bei der Polizei sind kein Garant für effektives Handeln. Bei mitternächtlichen Lärmattacken hat man dort schon mehrfach auf die Hochbahnwache verwiesen, die sich dann vor Ort als zahnloser Tiger gegeben hat und nicht mal den Lärm abstellen, geschweige denn Vorsorge für die Zukunft treffen konnte.


    In diesem Sinne; wenn der nächste Event-Manager die Hafencity zum Geldverdienen erkoren hat, dann werden wir im Nachhinein als Zuschlag wieder so eine blödsinnige Erklärung über uns ergehen lassen müssen.


    Das bringt mich auf eine Idee. Vielleicht sollte es eine Satzung für diesen Stadtteil geben, wonach professionell verursachter Lärm zu definierten Strafzahlungen führt, die dann einem wohltätigen Zweck zukommen.

  • Wir haben ebenfalls trotz unmittelbarer Nachbarschaft nix gehört, inklusive unseres Kleinen mit leichtem Schlaf. Finde das Lärmproblem im Hafen übrigens sehr zivil, wenn ich das mit anderen Wohnstätten in meinem bisherigen beruflichen Umhergeziehe vergleiche.



    Allen ein frohes Neues Jahr!



    S

  • Nachdem nun heutigen zweiten Event des neu eröffneten East an den Marco Polo Terrassen, schwant mir langsam auch übles was den Lärm durch Szenegastronomie betrifft.




    Da bei diesem Sansibar / Coast Konzept der Schwerpunkt auf Aussengastronomie gesetzt ist, dürften laute Zeiten zu erwarten sein.




    Frage mich jetzt schon ob man das als HafenCity Bewohner ertragen muß oder ob man das gleich mit Behördlicher Hilfe versuchen sollte zu unterbinden.




    Wie sind denn eure Erfahrungen mit dem chilli Club ? Es handelt sich da ja um den gleichen Betreiber.

  • Da kommt es immer auf die Leute (Geschäftsführer, Mitarbeiter) vor Ort an. Mit dem ersten Team vom ChilliClub hatten wir Nachbarn ein gutes Miteinander. Natürlich gab es da auch mal Partylärm, aber da gab es von der Geschäftsführung des ChilliClub ein schnelles Einlenken und Verständnis.


    Das neue Team des ChilliClub scheint da nicht so empfindlich für die Belange der Nachbarn und die Schwelle des Ertragens scheint bald überschritten zu sein, so dass wir wohl bald mal wieder das Gespräch mit der neuen Geschäftsführung suchen müssen.


    Wie das rein rechtlich hier in HH aussieht, weiß ich nicht... Bisher kamen wir ohne Anwälte aus...

  • Nachdem nun heutigen zweiten Event des neu eröffneten East an den Marco Polo Terrassen, schwant mir langsam auch übles was den Lärm durch Szenegastronomie betrifft.
    Da bei diesem Sansibar / Coast Konzept der Schwerpunkt auf Aussengastronomie gesetzt ist, dürften laute Zeiten zu erwarten sein. Frage mich jetzt schon ob man das als HafenCity Bewohner ertragen muß oder ob man das gleich mit Behördlicher Hilfe versuchen sollte zu unterbinden.

    Hallo Kaptän - ich glaube da werdet ihr wenig Glück haben, bei uns im Mietvertrag gibt es z. B. auch 4 Seiten Extraanlagen, dass man sich über den Lärm von Hafen, Gastronomie und Einkaufmeile nicht beschweren kann oder Miete mindern, weil man darüber informiert ist, in einen Instadteil gezogen zu sein, wo solcherlei Lärm dazugehört.


    Und die Anwohner um das Easthotel hatten bei ähnlichen Beschwerden wohl auch kein Glück. In der Bar dort sind ja ständig Events und Großfeiern.