Buslinien in die Hafencity

  • Ich kann die Diskussion nicht nachvollziehen. Es fährt die U4, damit komme ich schnell zum Jungfernstieg und von dort Richtung West, Ost und Nord bzw. über die Elbe.
    Bevor jemand gleich mit dem Hammer ausholt - ich nutze sie oft, bei jeder Fahrt zum Bahnhof und Flughafen und find es wunderbar nur 10 Minuten zu der U-Bahn gehen zu müssen, derzeit von dem Teil der Hafencity, der am weitesten von der U-Bahn entfernt ist.

  • Für Personen, die nicht so gut zu Fuß sind ist es schon ein Unterschied, ob sie bis zu den Magellanterrassen (früher Linien M3, M4, M6) gehen müssen oder bis zur Haltestelle der U4 am Grasbrookpark, um da dann vielleicht noch nicht einmal die Rolltreppe nutzen zu können:
    1. ist die häufiger mal kaputt
    2. gerade auch ältere Personen meiden Rolltreppen, weil sie für sie zu schnell sind/sie Schwindelgefühle bekommen und fürchten sie hinunter zu stürzen - und gerade kurz wäre der Fallweg da nicht wirklich
    3. bei Regen sind die Rolltreppenstufen nass und rutschig, da bin auch ich schon mal lieber die Treppen runtergegangen statt die Rolltreppe zu nehmen (und ich hasse Treppen)


    Stellt man also fest, dass man die Rolltreppe aus einem der Gründe nicht nutzen kann, dann muss man sich also aufmachen zu einem anderen Eingang.
    - Wenn es nur darum geht, dass die Rolltreppe kaputt ist, geht man nur zum 'nächsten' Eingang mit Rolltreppe über die Strasse gen 'Biotop' (wobei der Bordstein da nicht gerade niedrig ist).
    - Liegt das 'Problem' aber auf der eigenen Seite (Stichwort: Gesundheit), dann macht man sich auf zum Fahrstuhl und der Weg dahin kommt einer Expedition gleich.


    Nicht zu vergessen, dass der Bahnhof Jungfernstieg nun nicht gerade
    übersichtlich und leicht zu durchqueren ist, liegt das eigentliche Ziel
    z.B. an der Mönckebergstrasse.


    Da wir ja zur Zeit häufiger mal Regen haben kann man sich diese Wegverlängerung ganz einfach verdeutlichen indem man eben nicht den Eingang am Grasbrookpark nimmt, sondern bis zum Fahrstuhl (oder eben von dem aus nach Hause) geht. Um wieviel länger der Weg ist den man dann bewältigen muss, wird umso deutlicher je nasser man dabei wird.
    Man kann natürlich auch einfach eine Uhr und einen Schrittzähler nutzen, um das auszuprobieren aber das wären dann nur pure Zahlen ohne jegliches 'Nässe'gefühl.


    Solange man also fit und gesund ist, ist der Weg zur U4 oder zum M6 (am Sandtorkai) kein Problem, ist dem aber nicht so, dann vermisst man doch eine nahe Haltestelle. Viele Bewohner der Martha-Stiftung z.B. haben sich auf die ÖPNV-Verbindungen verlassen, als sie sich dort eine Wohnung nahmen.


    Ich jedenfalls gehe zu Fuß zu meinem Zahnarzt am Großen Burstah, wohingegen ich früher einen frühen Termin am Vormittag nahm und dann an den Magellanterrassen in den M3 gestiegen bin bis zur Haltestelle Rödingsmarkt. Gut, bei starkem Regen muss ich heute Wechselklamotten mitnehmen, aber die Odyssee per ÖPNV tu ich mir nicht an.


    Obige Erklärungen sind nicht böse gemeint, sondern sollen nur die Gründe für den Unmut aufzeigen, den die Streichung der Metrobusse hervorruft.


  • [quote='Ninnie','index.php?page=Thread&postID=5306#post5306']Obige Erklärungen sind nicht böse gemeint, sondern sollen nur die Gründe für den Unmut aufzeigen, den die Streichung der Metrobusse hervorruft.


    Alles richtig so Ninnie, aber wir wohnen in einer Stadt mit fast 2 Millionen Einwohnern, einem Ballungsraum, der wahrscheinlich doppelt so groß ist - da kann es nicht so funktionieren, wie auf dem Dorf oder in einer Kleinstadt, auch wenn es erstrebenswert ist. Es bleibt schlichtweg nicht die Realität, weil sie nicht bezahlbar sein wird. Selbst den Maßstab, den wir jetzt - in dieser für einige offensichtlich nicht zufrieden stellenden Situation - anlegen, ist weit über dem Durchschnitt von Hamburg insgesamt. Oder willst du ernstaft erstreben ganz Hamburg mit weniger als 2-300 m barrierefrei mit dem ÖPNV zu erschliessen?! Dabei sind wir auf der Isnel der Seeligen wesntlichen weniger als in anderen Stadtteilen, wo es merklich mehr zu tun gäbe ;)
    Und wenn einem der Jungfernstieg nicht üersichtlich genug erscheint - nun ja, gerade in Deutschland gibt es genügend Menschen, die einem helfen, wenn man sich nicht zurecht findet, oder?


    Ich finde die Argumente immer noch nicht ausreichend und plausibel, auch weil die Forderung realitätsfremd ist, sorry Ninnie.