Altglas Container in der HafenCity

  • Manchmal frage ich mich ob das Management der HafenCity - insbesondere das Überseequartiersmanagement - aus Menschen besteht, die überhaupt wissen was ein Quartier tatsächlich braucht. Ich wohne schon seit zwei Jahren hier und die meisten Sachen, die hier auf dem Boulevard gemacht werden, sind mehr als fragwürdig und eine Geldverschwendung sondergleichen. Es scheint, dass das Quartiersmanagement (nebst Berichterstattern aus der HafenCity) sich lieber Sektgläser schwenkend auf irgendwelchen Gallerie Eröffnungen sieht ... sich dann aber keine Gedanken macht, wo die ganzen Flaschen bleiben sollen und damit meine ich jetzt nicht den genannten Personenkreis, sondern richtige Flaschen.


    Laut Auskunft der Stadtreinigung Hamburg würde diese schon gerne Altglas Container in der HafenCity aufstellen, bekommt hierfür jedoch keine Erlaubnis bzw. Stellflächen bereit gestellt, da Altglas Container nicht zum Bild der HafenCity passen. Sicherlich, normale Altglas Container mögen das hippe Stadtbild verschandeln, es gibt jedoch auch unterirdische Modelle, die kaum auffallen würden. Statt nur partytechnisch an der Flasche zu hängen, sollte sich das Quartiersmanagement nun endlich einmal Gedanken machen, wo der Wertstoff Glas bei uns abgegeben werden kann, um tatsächlich von Nachhaltigkeit in der HafenCity sprechen zu können. Zudem bin ich mir sicher, dass die Einweihung einer Altglas Sammelstelle in der HafenCity gebührend gefeiert werden kann.

  • dem kann ich vorbehaltlos nur zustimmen .. dann aber bitte gleich eine moderne und zum Hafencity-Bild sehr wohl passende Recycling-/Wertstoffstation u.a. auch für Papier etc. :thumbup:

  • Bis auf Glas werden auch bei uns die Wertstoffe gesammelt ... wie das geschieht ist aber eine andere Geschichte. Es bleibt bei er Forderung nach einer Glas Sammelstelle wie in jedem anderen Stadtteil auch. Simple as that.

  • Um das eben im Kesselhaus gehörte noch mal eben fest zuhalten:


    Die Lärmbelästigung durch Altglascontainer wäre bei allen möglichen Standorten zu hoch, da die HafenCity irgendwie überall auch ein Wohngebiet ist. Sicher möchte Niemand einen solchen Container vor seinem Fenster haben, wo 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche nicht nur Anwohner, sondern eben auch hier Beschäftigte und Besucher ihr Glas hinein werfen.


    Eine Verlegung der Container unter die Erde lässt der Querschnitt der Strasse nicht zu, da es hier so eng ist, dass immer Kabel oder Rohre im Weg liegen (Abwasser, Fernwärme usw).


    Es ist also nur möglich, dass jedes Haus für sich eine Lösung findet und versucht entsprechende Kapazitäten für die Hausbewohner im Haus selbst zu schaffen (ähnlich der Altpapiertonnen).

  • Kann man da nicht mit Edeka sprechen, dass die neben der Pfand Rückgabe einen Glascontainer aufbauen? Da dann nur bis Ladenöffnungszeiten Altglas zu entsorgen ist ja keine solch große Lärmbelästigung für die Anwohner. Und schließlich verkaufen die und Rossmann ja auch Glas-Artikel.

  • Und wie bitte soll der geleert werden? Ich meine, ein 'Container' ist groß und der Wagen, der den leert ist entsprechend groß und hoch.


    'Drinnen' im Edeka ist das also nicht möglich, vor allem wäre es laut. Es macht krach wenn jemand Glas irgendwo hinein wirft, egal wo der Container steht. Und ich mag nicht in Ruhe einkaufen, (egal ob dann Rossmann, Bäcker oder Edeka) wenn ständig lautes Glasklirren zu hören ist.


    Wenn jetzt aber die 'Ladezone' hinten an der Tokiostrasse gemeint ist:


    ich würde mir an deren Stelle nicht die Ladezone damit zustellen lassen (wobei es ja nicht ein Container sondern mindestens zwei sein würden). Das würde ja auch beinhalten, dass die Leute in die Ladezone reingehen sollen, um das Glas da loszuwerden. Wenn dann was runterfällt, dann liegen die Scherben da rum und Edeka hat die Arbeit ....


    Aber, mit Edeka zu sprechen steht ja jedem offen, auch Vanillefeen ;)

  • Dass die im Kesselhaus sofort sagen können, warum es in der HafenCity nicht geht, war zu erwarten. Ich finde allerdings, dass es genug Flächen in Nähe der Bürohäuser gibt und auch der Bereich um St. Annen bietet sich an. Des Weiteren ist die Anwohnerzahl in der HafenCity noch nicht so hoch, dass es ständig lautes Glasklirren geben wird.


    Die Idee mit der Regelung im Haus hört sich zwar gut an, wird aber zumindest von unserer Hausverwaltung in Bezug auf Glas nicht umgesetzt. Die Idee mit Edeka finde ich interessant, da Edeka wie bereits gesagt auch Geld mit dem Verkauf verdient ... fraglich ist aber ob Edeka dort einspringen soll, wo das Quartiersmanagement versagt bzw. sich verweigert.

  • Es geht ja nicht nur um die Anwohner, die etwas hinein werfen können. Wir haben hier ja auch die ganzen Leute, die hier Arbeiten und dann in der Mittagspause und nach Feierabend (oder vor Bürobeginn) mal kurz dort anhalten, um ihr Altglas einzuwerfen (das macht nicht nur Krach sondern produziert zu Hauptverkehrszeiten auch noch Verkehrsprobleme. Man kann sich gerne nach den Ferien ansehen, wie es vor der Schule aussieht, wenn die Leute mal eben ihre Kinder abholen oder hinbringen).Vor allem aber auch die Touristen, die dann wohl bevorzugt Nachts die leeren Alkoholflaschen dort einwerfen würden, denn die fallen meistens genau Nachts an. Und da es hier im Kaiserkai lange Diskussionen über den Basketballkorb und den damit verbundenen Lärm gab, will ich mir den um Glascontainer nicht vorstellen.


    Meine Lösung ist ja immer noch: ab in den Wagen mit dem Altglas (wenns genug ist) und kurz beim Recyclinghof vorbei fahren, wenn man ohnehin gerade unterwegs ist.

  • Ninnie: Du vergisst dabei die Anwohner ohne Auto! :S
    Ich habe z. B. seid 2 Jahren keines mehr. (Lohnt sich auch für Hafencityanwohner wie mich, die in der Nähe arbeiten, nicht.)
    Und die Recyclinghöfe liegen für Hvvler nicht wirklich nah dran!
    Wenn es im Edeka Bereich einen mit Unterirdischer Rutschklappe geben würde, z. B. in den Keller (ist es nicht laut) und nach Ladenschließung entsteht auch keine Lärmbelästigung!

    ..... Aber, mit Edeka zu sprechen steht ja jedem offen, auch Vanillefeen ;)


    Wozu? Ich kaufe eh nur noch Pfad. Für mich ist damit das Problem gelöst! Dieser Topic ist auch nicht von mir erstellt, sondern von Sumatra2010. In dem Fall sollte vielleicht auch Sumatra2010 das Gespräch suchen, wenn es für sie/ihn weiter ein Problem ist.

  • Naja, das 'in den Keller' hat ja schon wieder das Problem beinhaltet, dass das Glas da auch wieder raus muss. Und in den Keller bzw die Tiefgarage dort kommt kein Altglasleerungs-LKW hinein. Soll der von aussen entleert werden können, dann bedarf das eindeutig eines größeren Eingriffs in die Aussenwand/Fundament, abgesehen davon, dass wohl niemals der Platz der für den LKW benötigt würde regelmäßig NICHT zugeparkt wäre, da helfen auch keine Schilder ... tun sie ja jetzt schon nicht.

  • Für die Überseeboulevard-Bewohner empfehle ich die Altglascontainer beim Chile-Haus. Fußläufig zu erreichen.
    Der Bereich St. Annen dürfte wahrscheinlich nicht machbar sein und hat für mich auch so ein Geschmäckle nach dem St. Florians-Prinzip. Auch Büro-Nutzer haben ein Anrecht darauf nicht übermäßig mit Lärm belästigt zu werden. Gilt natürlich auch für den Bereich Chile-Hause, aber dort stehen die schon ewig. Die Beschwerdelage dort ist mir nicht bekannt. Hinzu kommt, dass die Speicherstadt unter Denkmalschutz steht und zum UNESCO-Weltkulturerbe angemeldet wurde. Da passen Altglascontainer sicher nicht ins Bild, wenn sogar hochwachsende Rosenbüsche und Mobiliar von Getränke-Herstellern beim Fleetschlösschen verboten sind.

  • Wenn man richtig plant, dann gibt es für alles eine Lösung. So gibt es bereits an anderer Stelle in Hamburg unterirdische Glas-, Papier und Wertstoffcontainer. Oberirdisch gibt es lediglich einen Einwurfkasten. Die Dinger sind so gut schallisoliert, dass bei Glaseinwurf kaum Geräusche entstehen. Lediglich bei der Abholung entsteht für einen kurzen Moment Lärm. :)

  • Wenn ich so aus meinem Bürofenster schaue wäre ein geeignter Ort vor dem Parkhaus Am Sandtorkai. Hier gibt es eh schon ungenutzte schraffierte Flächen, die gut angefahren werden können. Ein Stellplatz weniger und uns siehe da: Platz für drei Container.


    Die Container sind schallgedämmt und wie jeder weiß gibt es am Einwurf einen Hinweis für die Nutzungszeiten.


    Solche Themen müssen bei der HCH platziert werden. D. h. nichts mit QM, Boulevard oder EDEKA zu tun.


    Wenn die HCH nicht mehr zuständig wäre, da es sich bereits um gewidmete Flächen handelt kommt Mitte ins Spiel.


    Ungesehen dessen kann man trotzdem bei der HCH Druck aufbauen. Die sind politisch sehr sensibel. Eine Pyramide aus Leergut vor dem Gebäude samt Mopo-Reporter sollte Wunder bewirken.

  • Leider stünden die Container dann da auch genau im Wasser bei Sturmflut. Schon der Briefkasten dort ist dann immer unter Wasser und wenn man den grauen Kasten auf dem Baufeld gegenüber (neben der Post) ansieht, dann kann man sehen, wie hoch das Wasser da kommen kann.

  • Ich kann Marc-O-Polo und HCH in ihren Aussagen nur unterstützen und wundere mich über den massiven Widerstand gegen ein paar Container. Man stelle sich vor es ginge hier darum Bäume zu pflanzen, dann wären die Vögel morgens schon zu laut, das Laub ein Problem etc. und der Tipp wäre dann mit dem Auto woanders hin zu fahren :D


    Tatsächlich gehe ich - habe auch kein Auto mehr aufgrund der Nähe zum Arbeitsplatz - seit zwei Jahren immer zu den Containern am Chilehaus ... bin es aber langsam leid. Natürlich versuche ich möglichst viel Pfandflaschen zu kaufen, aber irgendetwas ist immer ohne Pfand.


    Vanillefee: Ich hab das hier nicht für so problematisch gehalten - eher für eine Selbstverständlichkeit, kann mein 'Problem' aber lösen indem ich die paar Flaschen/Gläser in den normalen Hausmüll werfe, da es im Haus keine andere Option geben wird oder draussen in die normalen Abfalleimer. Das ist sicherlich nicht optimal - sorgt aber für Frieden.

  • Wir waren gerade in Istanbul, da sind die unterirdischen Container auch lautlos. Dann müsste man das hier auch hinbekommen können. Den massiven Widerstand verstehe ich ebensowenig wie Sumatra2010.


    Heute habe ich übrigens 3 Contrainer unter der Nordkanalbrücke entdeckt. Aber auch da müsste ich immer mit dem Rad hinfahren. Bzw. die Flaschen dann morgens, wenn ich mit dem Rad ins Büro fahre, mitnehmen.

  • Herr Bruns-Berentelg hatte im Kesselhaus gesagt, dass für unterirdische Container kein Platz im Strassenquerschnitt ist und nachdem wir bei früheren Kesselhaustreffen irgendwann mal einen Blick auf so einen Bauplan hatten, bin ich gewillt ihm das zu glauben.
    Die Idee, die Container quasi in eine Tiefgarage zu integrieren und von aussen zugänglich zu machen ist auch schön, aber welcher Bauherr wird freiwillig auf entsprechenden Platz in seiner Garage verzichten? Immerhin sind die Tiefgaragen hier in fast jedem Gebäude zu klein, es wird mit Tricks wie Paletten usw gearbeitet um die Anzahl der Parkplätze zu erhöhen.


    Und um das kurz klar zu stellen: ich bin nicht gegen Glascontainer, ich versuche nur zu erklären, warum einige Lösungen einfach nicht klappen und andere ungünstig sind, mehr nicht.