ELBE DARF NICHT MEHR FAHREN

  • Hallo,


    ich habe den Titel mal aus den HafenCityNews geklaut !


    So langsam stellt sich mir die Frage wie weit es noch kommen muss bis wieder gesunder Menschenverstand die Geschicke leitet.


    Wie in den HafenCiryNews zu lesen ist, darf das Dampfschiff Elbe auf Grund einer Einzelbeschwerde eines Anwohners vorerst nicht mehr fahren:


    http://www.hafencitynews.de/in…ask=view&id=692&Itemid=57


    Ich versuche angestrengt Menschen zu verstehen die in eine HafenCity ziehen um sich dann über Hafen- oder City - immanente Zustände oder Begebenheiten zu beschweren. Für mich gehört maritimes Flair, urbanes Leben, Bewegung in eine HafenCity.


    Um so grösser die Enttäuschung dass es einem Einzelnen wieder ein mal gelungen ist, vielen Menschen die Freude zu nehmen.


    Wer keine Schiffe mag sollte in die Berge ziehen, wer viele Wiesen und Bäume liebt aufs Land und wer es gerne ruhig hat irgendwo hin wo er für sich alleine ist. Ich kann nicht verstehen weshalb solche Menschen hier her ziehen und mit Verboten, Genörgel, Gequängel und Genöle der HafenCity die Chance nehmen eine City am Hafen zu werden.


    Vielleicht stehe ich ja alleine mit meiner Meinung, aber ich wohne direkt beim Anleger der Elbe, bin also direkt betroffen, und ich wünsche mir den Russ, die Anlegemanöver, das Rauschen wenn die Schraube dreht, die Menschen die sich freuen mit der Elbe zu fahren und das Flair dieses schönen Dampfschiffs in Fahrt in den Traditionshafen zurück.


    Und Sie ?


    Ein schönes Wochenende !
    Marcus

  • Danke Marcus, zu 100 % aus der Seele geschrieben.


    Es müssen wieder mehr schiffe in den traditionshafen!!

  • Liebe Mitschreiber,


    die Entscheidung, die Elbe nicht mehr hier fahren zu lassen, ist goldrichtig.


    Selbstverständlich musste jeder, der hierher gezogen ist, mit Hafenambiente, allgemeinen Geräuschen von der anderen Elbseite, an- und ablegenden Schiffen, Schiffstuten usw. rechnen. Und mit Sicherheit hat sich jeder vorher seine Gedanken darüber gemacht und alles genau geprüft.
    Nicht zu erwarten war aber, dass solche gesundheitsgefährdenden Dreckschleudern hier betrieben werden würden. Warum gibt es denn die Diskussion über alternative Energieversorgungsformen für die Kreuzfahrtschiffe? Weil eben solche Abgase - welcher Energieträger nun benutzt wird sei dahingestellt - eben GESUNDHEITSSCHÄDLICH sind. Und da braucht man dann auch nicht mehr daran herumzudeuteln, ob die Entscheidung richtig war. Sie war richtig.


    Und was mir persönlich auch überhaupt nicht gefällt: Da hat ein Mensch den Mut, seinen Unmut berechtigterweise kundzutun, und dann wird er öffentlich an den Pranger gestellt, weil er den anderen vermeintlich den Spaß verdorben hat. Wir leben hier in einer Demokratie, und da darf und soll man seine Meinung äußern, auch wenn sie vielleicht nicht von allen geteilt wird.


    Bitte mal drüber nachdenken!

  • Liebe Objektiva,


    da keine Namen genannt werden, und der Beschwerdeführer mir namentlich auch gar nicht bekannt ist, kann er wohl auch schwer "öffentlich an den Pranger" gestellt werden.


    Demokratisch ist, wenn der Wille der Mehrheit über dem Willen eines Einzelnen steht.


    Die Emissionen eines Schweröl oder Marinegasöl verbrennenden Schiffes mit dem Rauch eines Steinkohle befeuerten Kessels zu vergleichen ist leider sachlich nicht sonderlich fundiert.


    Insofern vielen Dank für Deinen Beitrag welcher leider in mehreren Punkten sachlich etwas wackelig und aus meiner Sicht nicht ganz "Objektiva" ist !


    Lieber Gruss!
    Marcus

  • Lieber Markus,



    ich mich nicht streiten, sondern einfach auch nur meine durchaus objektive Meinung sagen. Dazu ist ein Forum da, oder?



    Natürlich kann man jemanden auch ohne seinen Namen zu nennen an den Pranger stellen. Und wenn du meinen Beitrag noch mal liest, wird dir vielleicht klar, dass es mir auch gar nicht um diesen einen Menschen geht, sondern um das generelle Recht, mal zu etwas eine andere Meinung zu haben als andere und diese auch vertreten zu dürfen.



    Mit meinem Hinweis auf die demokratische Grundordnung bezog ich mich an dieser Stelle auf das Recht auf Meinungsfreiheit, es ging dabei nicht um die demokratische Entscheidungsfindung.



    Und in Bezug auf deine Aussage zur Steinkohle möchte ich anmerken: Du glaubst nicht ersthaft, dass Emissionen eines mit Steinkohle befeuerten Schiffes, die in einem Wohngebiet abgelassen werden, weniger schädlich sind?


    Viele Grüße,



    O.

  • Auch auf die Gefahr hin, dass viele mich vielleicht nicht verstehen wollen, bekenne ich mich jetzt mal dazu, dass auch ich den Rauch der Elbe als extrem störend empfinde. Seit gestern scheint das Auslaufverbot der Elbe aufgehoben worden zu sein und sie hat gleich frühmorgens den Kessel angeheizt. Leider habe ich das zu spät bemerkt und das morgendliche Lüften hat dann zu einer beräucherten Wohnung geführt. Da die Elbe dann erst um 15.00 Uhr ausgelaufen ist, konnten wir also bis dahin kein Fenster mehr öffnen. Gestern abend hat die Elbe dann in ihrer liebevollen Anlegeart auch wieder den Kaiserkai mit einem sichtbaren Zeichen verschönert.


    Marcus ich weiß nicht, ob Du gestern tagsüber bis zu ihrer Ausfahrt nicht zu Hause warst, aber ich finde gerade gestern war die
    Rauchbelästigung durch die Elbe sehr stark. Vielleicht haben wir es vorher nur nicht so mitbekommen, da sie meistens doch weiter bei den
    Häusern ab Dock4 lag.


    Seit dem späten Abend können wir nun auch das wirklich wunderschöne Schiff Schaarhörn im Traditionsschiffhafen bewundern. Sie wurde zwar mit einem Schlepper gebracht, aber natürlich muss auch ihr Kessel auskühlen und der Schornstein gibt noch jetzt seinen Rauch ab. Ich weiß noch nicht ob ich das auf Dauer gut finde, auch wenn ich das Schiff wirklich liebe. Da schlagen doch irgendwie zwei Seelen in meiner Brust. Auf einer Seite freue ich mich, dieses Schiff direkt vor meinem Fenster zu haben, doch die andere Seite denkt auch an die Emissionen. Meine Katzen waren dann um 21.15 Uhr auch nicht begegeistert, als die Schaarhörn "Dampf" abgelassen hat. Das hat zwar nur ein paar wenige Minuten gedauert und ich persönlich könnte mit der extremen Lautstärke dabei noch leben, doch die beiden kleinen haben sich erst gegen Mitternacht wieder getraut ins Wohnzimmer zu kommen.


    Ich würde mir wünschen, wenn die Stiftung Maritim von sich aus mit den Anwohnern einfach mal ein Gespräch führen würde um die Stimmung zu erfahren und vielleicht insgesamt nach einvernehmlichen Lösungen zu suchen. Das Kesselhaus ist groß genug und die HafenCity GmbH zeigt doch laufend, wie gut es funktioniert. So habe ich gerade das Gefühl als Testobjekt zu fungieren: Na, wie weit können wir gehen?

  • Hallo Siggi,


    wir waren zu Haue als morgens die Elbe den Kessel angeheizt hat und auch als abends die Schaarhörn mit Schlepper in den Traditionshafen gezogen wurde und "Dampf abgelassen" hat. Mit der Schifffahrt verbunden finde ich es gibt nichts unwürdigeres für ein Schiff als von einem Schlepper an einen Ort gezogen zu werden an den es auch mit eigener Kraft hingekommen wäre, aber das nur so nebenbei.


    Wir wohnen an einem Traditionsschiffhafen und alle die hier hergezogen sind wussten das. Nun verwundert zu sein dass da auch Dampfschiffe ein- und auslaufen finde ich erstaunlich und lässt den Schluss zu dass es Wissenslücken bei der Geschichte der Schiffsentwicklung gibt.


    Ein Dampfschiff muss nun einmal Dampf haben um zu fahren, darum heisst es so. Dieser Dampf wird mit einem Feuer unter einem Heizkessel erzeugt und dazu verwendet man bevorzugt Steinkohle. Nun dauert es in der Tat eine gewisse Zeit bis erst die Steinkohle, dann der Kessel und dann das Wasser so heiss werden dass Dampf entsteht. Das macht der Heizer vom Dampfschiff alles nicht um uns zu ärgern. Wenn es dann aber mal fährt ist die ganze Sache halb so schlimm und es kommt kaum noch Rauch aus dem Schornstein.


    Je nach dem wie der Wind steht kann der Rauch natürlich in die Wohnung ziehen, und wenn Dampf abgelassen wird dann zischt es, Ich kann nicht sagen dass ich nun ein ausgesprochener Fan davon bin, aber es gehört zum Leben dazu auch mit Gegebenheiten umzugehen die man nicht so toll findet. Was die Gesundheitsgefährdung angeht so gilt hier nicht die Devise "je dunkler je schlimmer". Verglichen zum oben erwähnten Verbrenner von Schweröl würde ich mal sagen es ist wie an einem grossen Lagerfeuer sitzen oder hinter dem Auspuff eines LKW's ........ aber ich gebe es gleich zu, der Vergleich hinkt !


    Ich kann mich nur wiederholen, ich wünsche mir den Russ, die Anlegemanöver, das Rauschen wenn die Schraube dreht, die Menschen die sich freuen mit der Elbe zu fahren und das Flair dieses schönen Dampfschiffs in Fahrt in den Traditionshafen zurück. Ich finde diese Pontons mit ihrer gähnenden Leere so frustrierend und abtörnend und freue mich über jedes Schiff dass da liegt. Schwierig finde ich Forderungen an die Stiftung Maritim bitte viele schöne Schiffe hier hin zu bringen, aber bitte nur solche die uns gefallen. Ich finde es schön die Schaarhörn vor dem Fenster zu haben und hoffe bald auch die Elbe wieder !


    Schönen Sonntag !
    Marcus

  • Nun verwundert zu sein dass da auch Dampfschiffe ein- und auslaufen finde ich erstaunlich und lässt den Schluss zu dass es Wissenslücken bei der Geschichte der Schiffsentwicklung gibt.


    Ein Dampfschiff muss nun einmal Dampf haben um zu fahren, darum heisst es so. Dieser Dampf wird mit einem Feuer unter einem Heizkessel erzeugt und dazu verwendet man bevorzugt Steinkohle. Nun dauert es in der Tat eine gewisse Zeit bis erst die Steinkohle, dann der Kessel und dann das Wasser so heiss werden dass Dampf entsteht. Das macht der Heizer vom Dampfschiff alles nicht um uns zu ärgern. Wenn es dann aber mal fährt ist die ganze Sache halb so schlimm und es kommt kaum noch Rauch aus dem Schornstein.

    Hallo Marcus,
    Wissenslücken sind bei mir bestimmt nicht vorhanden^^. Ich denke oder hoffe dochmal dass du dass eher allgemein gemeint hast. Verwunderung wirst Du bei mir auch nicht finden.


    Wie ich bereits geschrieben haben, sind da zwei Seelen in meiner Brust. Natürlich ist es schön anzusehen, wenn die Dampfschiffe aus eigener Kraft ein- und auslaufen. Aber ich finde es richtig, dass die Schaarhörn mit dem Schlepper reingekommen ist. Denn es tröstet mich als Anwohner nicht wirklich, dass der Rauch bei "Fahrt" gar nicht mehr so schlimm ist. Und so kann ich den Anblick der Schaarhörn auch genießen. Ich habe es jetzt bei ihr extra ausgetestet und die Fenster aufgemacht. Und ich kann damit leben. Der Schornstein qualmt zwar immer noch, aber er stellt bei mir zumindest keine Belästigung dar.


    Aber auch für die Elbe müssen sie sich was Ausdenken. Ich bleibe dabei: Gestern das ging gar nicht. Ich bin nicht bereit für eine Ausfahrt am Tag den größten Teil des Tages mit extremen Rauch eingedeckt zu werden.

  • Hallo allerseits,


    teile voll die Meinung von Marcus. Zu einem Traditionshafen gehört ohne wenn und aber der Betrieb von Dampfschiffen. Ich finde das wunderschön. Die Umweltproblematik wird wie so oft völlig überzogen. Da ist die z.B. die Queen Mary mit ihrem hohen Schwerölverbrauch eine ganz andere Dimension. Deshalb sollte sich die Diskussion um die Stromversorgung aus stationären Kraftwerken für alle vor Reede liegende Schiffe drehen, das ist wirklich ein ernstzunehmdes Thema.
    Hoffentlich bleiben uns die unter Dampf fahrenden Traditionschiffe hier noch lange erhalten.
    Schönen Sonntag
    koka

  • Liebe Siggi,


    obwohl ich Dich angeschrieben habe versichere ich Dir, ich habe den ganzen Text allgemein gemeint, verzeih mir den Formfehler bitte ! :)


    Lieber Gruss und einen schönen Sonntag !
    Marcus

  • Liebe Objektiva,


    Die Emissionen eines Schweröl oder Marinegasöl verbrennenden Schiffes mit dem Rauch eines Steinkohle befeuerten Kessels zu vergleichen ist leider sachlich nicht sonderlich fundiert.


    Marcus


    Nur einmal so nebenbei:
    Schiffe die in einen Europäschen Hafen einlaufen dürfen NICHT mi Schweröl fahren (Ich glaube so gar weltweit). Das wird nur auf hoher See verwendet. Sie haben dafür einen Zusatztank mit Heizöl der im Hafenbereich verwendet wird.
    Die Emmisionen von Schweröl sind dramatisch höher gegenüber Heizöl. Aufgrund des starken Preisunterschiedes wird dann aber auf hoher See das blilligere Schweröl verwendet.


    Somit sind die Abgase der Schiffe mit denen eines alten LKWs ohne FIlteranlage zu vergleichen.
    Daher das Thema: teilweise erhöhnte Feinstaubwerte im Hafenbereiche, da natürlich quantitativ oben etwas mehr raus kommt.
    Ein 250m Schiff produziert eine Feinstaubbelastung von ca. 50TSD PKWs.
    Neuere Schiffe haben teilweise bereits FIlteranlagen.


    Das Feinstaub nicht ganz so witzig ist kann man selber einmal hinreichend googeln.
    Bsp: http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub


    Das schwirige daran ist, das genaue Maß festzustellen und festzulegen wo das alles noch im Rahmen bzgl. Gesundheitsschädlich liegt.
    Hier streiten die Experten nach wie vor.


    Wir wohnen ja auch hier und wissen darum. Da wir den Hafen lieben, muss man halt damit leben. Das soll nicht heißen, dass man sich über Verbesserungen in diesem Bereich nicht sehr freuen würde.


    Der Traditionshafen ist toll! - wenn den da Schiffe drin liegen. Dazu gehören alte Dampfschiffe, die auch eine Fazination ausstrahlen.


    Genauso kann ich Sigrid gut verstehen, wenn man die Abgase geballt nicht in seiner Wohnung haben möchte. Ich kann mir bei aller maritiemer Begeisterung nicht ernsthaft vorstellen, das Markus das wirklich gut findet... (brauchst nicht darauf anworten - wir wissen - Du akzeptierst dass..)


    Ein ähnliches Thema geht hier derzeit um die Hamburger Stadtrundfahrtbusse. Es ist wirklich alles andere als schön mit einem geschlossennen PKW mit offener Lüftung oder gar einem Cabrio hinter oder neben so einer Dreckschleuder zu stehen. Es ist fast unerträglich! Hoffentlich sind die bald modernisiert.
    Doppeldeckerbusse = Abgasschleudern


    Es ist wirklich schwer hier eine abschließende Meinung zu finden. Ich kann beide Seiten mehr als gut verstehen, da auch ich den T-Hafen mit Leben gefüllt sehen möchte, auf der anderen Seite aber eine noch nicht mit Luft verdünnte Abgaswolke im Wohnzimmer nicht besonders prickelnd finde (teilweise wegen Baustellenfahrzeugen selber wochenlang erlebt).


    Wie kann man das lösen... :?:


    Sonigen Gruss
    Michael

  • Lieber Michael,


    erst ein mal vielen Dank für Deinen ausgewogenen Beitrag.


    Eine kleine Korrektur erlaube ich mir, denn es ist für andere Diskussionen wichtig. Schiffe fahren sehr wohl auch im Hafen mit Schweröl. Lange nicht alle Schiffe haben zwei Tanks und nur in den seltensten Fällen wird nur mit Gasöl/Heizöl gefahren, meines Wissens derzeit nur an der Kalifornischen Küste.


    Es gibt auf der Welt zwei SECA Gebiete (Sulphur Emission Controlled Area), die baltische See und Teile der Nordsee und Ärmelkanal in denen zur Zeit schwefelreduziertes Schweröl ( 1,5% Anteil) verbrannt werden darf. Dies wird sich im Laufe der Jahre noch weiter reduzieren 2010 auf 1% Anteil und 2015 auf 0,1% Anteil. Erst dann, 2015, werden wir wissen was der Treibstoff in der Schifffahrt in der Zukunft sein wird da es Schweröl in dieser Spezifikation zur Zeit nicht gibt. Für den Rest der Welt sind es 2015 immer noch 3,5% Schwefelanteil was dem Durchschnitt der heute verbrannten Schweröle entspricht. Brauchte ich nicht Googeln, hab täglich damit zu tun. :)


    Insofern ist die Aussage dass im Hafen kein Schweröl verbrannt wird nicht korrekt, nicht für Hamburg und schon gar nicht für die Welt.


    Das soll nun aber Deinen guten, informativen und Konsens suchenden Beitrag in keinem Falle schmälern denn Du nennst valide Punkte.


    Ich würde mich sehr freuen wenn wir auf dieser Basis eine Lösung finden können !


    Gruss
    Marcus

  • Macht mir doch den Hafen nicht kaputt!


    Und achtet ein wenig auf unser "Wirsindreichundgegenalleswasspassmacht"-Image:


    http://www.hafencitynews.de/in…ask=view&id=692&Itemid=57


    Häfen sind nicht gesundheitsfördernd. Waren sie noch nie.


    Wenn hier irgendwann kein Schiff mehr fährt, ist das Geschrei auch wieder groß.


    Ich finds besser, wenn sich die Hafencity dem Hafen (ist einige Jahrhunderte älter) anpasst und nicht umgekehrt.


    Wir sind die neuen hier...

  • Grundsätzlich wird aber der fehler gemacht, hier Äpfel mit Birnen zu vergleichen bei Wettern gegen die Dampfboote: die Emissionen der Dampfboote im Traditionshafen sind gering im Verhältnis zu der Großschifffahrt, das wurde ja bereits erläutert und erkannt.


    Den Beschwerdeführerern geht es um was anderes, nämlich um die GERUCHSBELÄSTIGUNG. ich verstehe, dass bei unglücklicher Wohnlage (Windachse Schiff -> Wohnung) der Wind einem den Geruch in die Wohnung trägt, dies extrem lästig sein kann, wenn man beispielsweise morgens aufwacht und nicht lüften mag.


    Aber bitte, bitt, bitte - voher schlau machen was die tatsächlichen Emissionen der Dampfschiffe bei Verwendung des relevanten Brennmaterials ausstossen - erst denken, dann schreiben ;)

  • Womit wir, über die Emissionen, wieder beim Ursprung angekommen sind. ( aber Umwege erhöhen die Ortskenntnis und ich habe versucht zu differenzieren, aber wo soll man beginnen wenn der Glaube besteht dass Dampfschiffe mit Diesel betrieben werden )


    Wenn Geruchsbelästigung der Punkt ist, dann ziehe ich meinen Vorschlag aufs Land zu ziehen zurück, da fahren die Bauern immer Gülle wenn das Wetter am Besten ist, die würden sich über eine Klage genau so wundern wie ich mich hier.


    Bleibt die Frage nach dem Sinn in eine HafenCity zu ziehen um dann gegen Zustände anzugehen die einem Hafen und einer City inne sind. Bei schlechtem Wind riecht man die Ölmühle, man riecht den Geruch von verbranntem Öl und den Geruch von Hafen und Industrie. Ich warte schon darauf wenn wieder mal Kakao gelöscht wird und dieser säuerliche Geruch vom Schuppen 43-45 rüber zieht ! :)


    Mirco hat doch völlig recht, der Hafen war schon hier lange bevor wir auf der Welt waren und wir müssen uns anpassen. In ein Tradtionsschiffhafen in dem Bewegung ist gehört das Zischen und Rauchen von Dampfschiffen nun mal einfach dazu !


    Schönen Tag !
    Marcus

  • Aber bitte, bitt, bitte - voher schlau machen was die tatsächlichen Emissionen der Dampfschiffe bei Verwendung des relevanten Brennmaterials ausstossen - erst denken, dann schreiben ;)


    Stimmt - der letzte Teil des Satzes!


    Bei der Verbrennung von Kohle wird ja kein Feinstaub frei.... :whistling:
    Und in geballter Form Schwefeldioxid in der guten Stube hat auch noch niemanden geschadet...
    Über den Duft läßt sich wie bei anderen Dingen trefflich streiten...


    ;) Michael

  • ...wir sollten über die Brennstoffmenge/h und Kohletyp sprechen, bevor wir weiter diskutieren über die Belastung...oder?

  • Für alle die sich an dem Qualm stören habe ich einen Tipp:


    Fenster zumachen, während der Qualm Richtung Wohnung zieht...
    Sich freuen, dass man aus der eigenen Wohnung einen tollen Blick auf schöne alte Schiffe hat...
    Fenster wieder aufmachen, wenn das Schiff und der Qualm weg sind...
    Das wars...


    Gruß
    Dirk