Wegzug aus der Hafen-City

  • ...es ist schon bemerkenswert! Unser Haus wurde vor 2 Jahren bezugsfertig. Von insgesamt 12 Wohnungen wird nun die 7. wieder frei und ich weiß, dass es nicht die letzte ist.
    Gibt es ähnliche Erfahrungen?

  • Hallo Möve,



    bei uns am Sandtorkai eher gegenläufiger Trend, bei Einzug waren ca. die Hälfte der Einheiten nicht verkauft/vermietet. Mittlerweile sind wir bei ca. 75% Auslastung.



    VG



    S

  • Hallo Möve,

    waren die Wegzüge evtl. Familiär oder Berufsbedingt?

    Es gibt ja einige Gründe für einen Wohnungswechsel, evtl.


    haben sich die Bewohner nicht richtig informiert bevor sie


    in die HC gezogen sind und sind jetzt enteuscht!

    Zumindest im Oval sind es fast die gleichen Eigentümer wie


    am Anfang, es gab zwar Mieterwechsel aber alles im Ganzen


    nichts was jetzt auf eine „Hafencityflucht“ schließen würde.

    Einer ist sogar vom Oval in den MPT gezogen!

    LG BC

  • Die Bewohner sind alle aus den gleichen Gründen weggezogen: Zu laut, zu touristisch, zu unpersönlich. Gekommen sind sie mit anderen Erwartungen, die sich jedoch nicht bestätigten.
    Vor allem die spätabendliche und nächtliche Unruhe, insbesondere durch Gäste des CARLS, die von Taxen abgeholt werden, wirkt sehr störend, wenn man das Schlafzimmerfenster geöffnet lässt. Aber das muß man hinnehmen, es wird in der kommenden Zeit wohl eher schlechter.
    Der obere Teil der Strasse Am Kaiserkai ist sehr unruhig, hätte ich damals auch nicht gedacht. Ich bleibe aber noch bis die Philharmonie steht und der Notausstieg geschlossen ist. Ich möchte alles wenigstens fertig erleben und dann entscheiden, ob ich wegziehe.

  • In unserem Haus sind alle Wohnungen vergeben. Natürlich gab es auch schon den ein oder anderen Wechsel, aber es gibt mehrere Interessenten, die nur darauf warten, dass eine Wohnung hier im Haus frei wird...
    Der Wechsel/Wegzug aus der HafenCity hatte meist berufliche Gründe. Nur ein einziges Mal war sich der Käufer nicht darüber im Klaren, dass es hier noch Baulärm und Blick auf Baustellen gibt - und das mochte er nicht. Tja - da hat man sich wohl gar nicht vorher informiert!


    Mir fallen hier keine Gründe ein, warum ich hier wegziehen sollte. Die Baustellenumgebung war vorher klar, und das ist für meine Wohnlage im nächsten Frühjahr auch erledigt. Tolle Hausgemeinschaft, nette Nachbarn (auch Strassenübergreifend) und die vielen Bäcker und fehlenden anderen Geschäfte, das wird die Zeit automatisch regeln. Die 10 Min. Fussweg bis zum nächsten Edeka (Grosser Burstah) und die super Busanbindung machen es leicht, fehlende Geschäfte auszugleichen.

  • Die Bewohner sind alle aus den gleichen Gründen weggezogen: Zu laut, zu touristisch, zu unpersönlich. Gekommen sind sie mit anderen Erwartungen, die sich jedoch nicht bestätigten.
    Vor allem die spätabendliche und nächtliche Unruhe, insbesondere durch Gäste des CARLS, die von Taxen abgeholt werden, wirkt sehr störend, wenn man das Schlafzimmerfenster geöffnet lässt. Aber das muß man hinnehmen, es wird in der kommenden Zeit wohl eher schlechter.


    Darüber kann ich immer wieder nur den Kopf schütteln! Dieses Thema ist gefühlt schon mehr als 1000mal im Forum diskutiert worden. Mich würden die "anderen Erwartungen" interessieren, wenn man in das prosperierende Zentrum / Hafen einer Millionenstadt zieht. Vogelgezwitscher? Keine Menschen? Kein Verkehr? Keine Touristik? Kein Lärm? Keine Gastronomie? Bürgersteige ab 20:00Uhr hochgeklappt? Wie weltfremd muß man denn sein???


    Aber zurück zum Thema: Hier in der Harbour-Hall am Sandtorkai haben wir auch Fluktuation, aber 100% Belegung (mit Warteliste ...)

  • Hier am Kaiserkai 3 - 7 (insgesamt 42 Wohnungen) hat es seit dem Bezug 2006 ca. 10 Auszüge gegeben. Allerdings kaum Leerstände, weil Nachmieter fast immer sofort gefunden waren.


    Bei einigen war es eine familiäre (Trennung, aber auch Kinder), oder berufliche Veränderung. Und in der Wohnanlage in der wir zuvor wohnten (auch Bergedorf-Bille) fingen auch nach 3 Jahren die Wohnungswechsel an, das sehe ich also als normal an.

  • Liebe Nachbarn,



    würde mich dem Tenor anschliessen, dass die HC wirklich sehr lebenswert ist. Trotzdem gibt es für mich als Neuankömmling durchaus befremdliches, wozu im wesentlichen die Stadt und die Bauunternehmen an den Baustellen beitragen. Ist alles hier schon behandelt worden, "Highlights" für mich die chaotische Verkehrsführung mit Sperrung von Baumwall und mehreren Brücken zum gleichen Zeitpunkt, fehlende Umsetzung von Anwohnerparken oder dem Durchfahrverbot am Kaiserkai und schliesslich der gelegentliche nächtliche und wochenendliche Lärm an den Baustellen.



    Wie gesagt, nix neues, aber vielleicht doch ein Grund für den einen oder anderen, der vom Stadtteil etwas mehr an Rahmenbedingungen erwartet hat.



    VG



    S

  • Hallo Möve,


    wenn das die Gründe sind,


    warum nimmt man sich dann eine Wohnung die an einer Großbaustelle liegt und später Hamburgs neues Wahrzeichen sein soll?


    Wenn das Schlafzimmerfenster zur Strasse liegt und darunter ein gastronomischer Betrieb ist, sollte aber auch klar sein,


    das es ab und zu lauter zu gehen kann.


    Die Hafencity ist eben ein besonderer Stadtteil, im positivem wie auch im negativem, sie entwickelt sich weiter und in der Entwicklung werden auch Fehler gemacht.


    Hier zu wohnen bedeutet für mich, teilzuhaben an etwas neuem, an einer Entwicklung die ich sehr aufregend finde.


    Hier zu wohnen bedeutet aber auch einiges aushalten zu müssen, das ist es mir allerdings wert.


    VG BC

  • Hier am Kaiserkai 5 sind seit Erstbezug Sommer 2006 von 10 Parteien fast die Hälfte durchgetauscht worden. Teilweise private oder berufliche Gründe, teilweise aber auch Touri- und Baustellenlärm. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Bewohner die ersten in der Straße waren, der nächste Einzug war ein gutes Jahr später, d.h. Baustellenlärm kam von allen Seiten und die Touris drangen fast stündlich in Häuser und Wohnungen (!) ein, da es sonst nichts zu entdecken gab. Und eine Ahnung, wie es hier irgendwann mal aussehen wird, hatte auch keiner, weil der Rest der Straße ein Sandhaufen war.


    Wer hierherzieht muss wissen, was ihn erwartet, sich aber auch nicht klaglos alles gefallen lassen.

  • Hallo Mirco,


    danke das du diesen Aspekt mal hinein bringst.


    MAN MUSS SICH NICHT ALLES KLAGLOS GEFALLEN LASSEN .....


    Auch ich bin in dem Wissen hierher gezogen, daß die Außenbedingungen andere als in den Walddörfern sind.
    Ich war allerdings auch dumm genug, den Maklerbekundungen über die Erledigung der baulichen Belastungen Glauben zu schenken. Als Beispiel sei mal der Notausgang Kaiserkai genannt, der sollte laut Makler in 2009 dicht und erledigt sein ... .


    Womit ich persönlich nicht gerechnet habe ist, daß das hier wie ein Touristendorf vermarktet wird und die Anwohner in der Regel bestenfalls als lästige Statisten geduldet sind.


    Ich würde gerne verstehen, warum hier auf Menschen niedergeblickt wird, die sich um ihre Wohn- und Lebensqualität Gedanken machen. Gilt es jetzt als modern oder dient es der eigenen Selbstdarstellung (oder vielleicht als cool oder abgebrüht) sich hier allen in diesem Forum geschilderten Unbilden auszusetzen und dabei ein Marketing-Lächeln aufzusetzen ?


    Ich selber bin im ständigen Zweifel, ob das hier der richtige Wohnort für mich ist. Gemildert durch den Umstand das es sich um einen Zweitwohnsitz handelt, bin ich seit nunmehr dreieinhalb Jahren da. Wie lange hängt sicher nicht zuletzt davon ab, ob es den Anwohnern gelingt, die wesentlichen Grundanliegen positiv zu gestalten.


    Beste Grüße vom


    Neu-Elb

  • ...womit ich bei Einzug gerechnet hatte: Elbphilharmonie, Baustellenlärm (der bezügl. Philharmonie deutlich zurückgegangen ist und mich überhaupt nicht mehr stört!!!), Stadtleben. Ich komme aus dem Süden von HH, habe Haus und grossen Garten aufgegeben. Dass es hier kein Vogelgezwitscher gibt, war und ist mir schon bewußt gewesen!!!
    Was ich nicht erwartet hatte und nicht wußte: Mich stört wirklich und nicht nur mich im Haus, sondern alle, die ich hier im Hause bisher gesprochen habe und nicht Mitwohner können da wirklich nicht mitreden), der nächtliche Lärm vor dem Carls!!! Der geht zum Teil bis 1.00 Uhr nachts.... Hätte mich vorher informieren sollen, meine Schuld.
    Mich nervt, dass Mitbewohner in der Tiefgarage mit Sonnenbrille an einem vorbei laufen ohne zu grüssen...muß man hier wohl auch nicht. Aber manchmal grüssen sie auch, kommt wohl aufs Wetter an.
    Mich nerven die hier reichlich arroganten Ansässigen, wobei ich nicht verstehe, warum die so sind. Gibt hier sicherlich auch vile "Normale"...will keinem zu nahe treten.


    So...und nun will ich keinen mehr langweilen, ist ja auch, wie man oben nachlesen kann , schon zigmal berichtet worden.


    Schönen Tag noch!

  • Meine Bemerkung war nicht als Angriff gemeint, sondern als Hinweis, da mir auffiel, wie oft ich die Worte 'Wegzug' bereits mehrfach gelesen hatte.


    Was den Lärm aus dem Carls angeht: wer über (neben, gegenüber) eine Gastronomie zieht, muss leider mit Geruchs- und Geräuschbelästigungen leben. Das steht bei jeder normalen Mietwohnung in jedem Teil dieser Stadt schon im Mietvertrag. Natürlich haben diese Belästigungen eine Grenze, das ist richtig. Aber wenn Gespräche der Hausgemeinschaft (Wohnungseigentümergemeinschaft, Verwalter, Vermieter) mit der entsprechenden Gastronomie keine Lösung bringen - und damit meine ich nicht ein beschweren ala 'es ist zu laut', sondern ein konstruktives Gespräch, das eine Lösung für beide Seiten als Ziel hat - und die Möglichkeiten innerhalb der Wohnung ausgeschöpft sind (den Schlafraum innerhalb der Wohnung verlegen z.B.), man nicht warten möchte, wie es nach endgültiger Fertigstellung des Kaiserkais ist, dann bleibt nur ein Umzug.
    Dieser muss nicht zwangsläufig aus der HafenCity raus führen, sondern kann auch innerhalb der HafenCity stattfinden. Ich denke, jedes Haus hier hat durch seine Lage und seinen Grundriss seine speziellen Probleme. Aber was für den Einen ein Problem ist, ist für den Anderen irrelevant oder fällt nicht einmal auf. Sehen Sie sich um in der HafenCity, sprechen Sie mit den Bewohnern der Häuser und entscheiden Sie dann, ob Sie nicht vielleicht doch eine Wohnung hier im Viertel finden, die Ihnen zusagt.
    Eine Hausgemeinschaft hingegen muss wachsen und ich vermute in jedem Haus hier gibt es Mitbewohner, die man vielleicht nur mit Glück ihren Wagen in der Tiefgarage zuordnen kann, sie für Besucher hält, wenn man sie im Fahrstuhl trifft. Aber ich will hier ja mit denen zusammen leben, die zusammen leben wollen und nicht mit denen, für die dieses hier einfach nur der Ort ist an dem sie schlafen. Also sind diese seltsamen 'Fremden' die ich manchmal im Fahrstuhl treffe eben Besucher, die ihre eigene Wohnung besuchen - auch wenn sie das wohl täglich tun.
    Und ich freue mich, dass ich mich beim HafenCity-Treff mit einem Haufen normaler Leute unterhalten kann, dass ich auf dem Weg zum Kiosk geschätzte 10 Nachbarn treffe, mit denen ich durchaus eine Stunde vertratschen kann (vorausgesetzt, das Wetter stimmt und die Zeit drängt nicht ;) ).
    Und vielleicht treffe ich Sie, liebe Möve, ja am 10.11. beim nächsten HafenCity-Treff und dann können Sie sehen, dass die Leute mit denen Sie hier diskutieren völlig normal sind und kommen mit ihnen ins Gespräch.